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Auf fünf abwechslungsreichen Etappen führt der Furmint Trail durch einige der spannendsten Wein- und Kulturlandschaften Mitteleuropas. Die Route beginnt in Rust am Neusiedler See und verläuft weiter durch das Blaufränkischland, über die Thermenregion Lutzmannsburg bis in den grenzüberschreitenden Naturpark Raab-Őrség-Goričko, ins steirische Bad Radkersburg und weiter nach Ljutomer. Der Trail verbindet Österreich, Ungarn und Slowenien und mündet schließlich im renommierten Weinort Jeruzalem – der Heimat des slowenischen Šipon, dem lokalen Pendant des Furmints.

Die Weinbauregionen Rust im Burgenland und Jeruzalem in Slowenien teilen eine Besonderheit: Hier hat sich die alte Rebsorte Furmint erhalten und deren Trauben werden zu Wein gekeltert. Eine Besonderheit – jenseits der aktuellen Modeweine und Trendsorten.

Doch nicht nur die Rebsorten verbindet diese beiden Weinregionen – sondern ein erlebnisreicher Weg verknüpft hier einige Genussregioen in wunderschöner Landschaft gewürzt mit regionalen Spezialitäten. Der Furmint-Trail verbindet diese einzigartigen Kleinregionen voller Natur- und Kulturerbe neu.

Start und Endpunkt bildet der Furmint. Ein Relikt des Weinbaus mit großem Potential, das neu belebt werden soll. Dazwischen lokale Spezialitäten, ebenfalls einzigartig und speziell. Eine genussreiche touristische Attraktion will langsam und behutsam entdeckt werden. Der Weg führt durch unterschiedliche Landschaften von der pannonischen Tiefebene über UHUDLER-Ortschaften und den NATURPARK RAAB bis in das slowenische Jeruzalem.

Der Furmint-Trail steht für Genuss und Erlebnis auf höchstem Niveau mit den besten Betrieben und Produzenten, die sich zu Qualität, regionale Tradition und Nachhaltigkeit bekennen. So strahlt die Furmint – Genuss – Tour ein Lebensgefühl aus, das einst schon Napoleon versprühte, als er von dem Wein kostete. Da rief er der Sage nach aus:

C’est bon !

Die gesamte Strecke finden Sie auch online unter Outdooractive!

Oder als Roadbook zum Download!

Etappe 1: Rust – Deutschkreutz (52 km)

Die erste Etappe startet in der Freistadt Rust am Westufer des Neusiedler Sees. Die historische Altstadt mit Bürgerhäusern aus dem 16.–19. Jahrhundert und die enge Verbindung zum Weinbau prägen den Ort bis heute. Besonders bekannt ist Rust für edelsüße Weine wie den Ruster Ausbruch (Furmint). Sehenswürdigkeiten wie die Fischerkirche, das Rathaus und die barocken Bürgerhäuser sowie die zahlreichen Storchen­nester machen die Stadt besonders reizvoll.

Entlang des Schilfgürtels führt der Weg nach Mörbisch am See, bekannt für seine Hofgassen, Weinbau und die Seefestspiele. Anschließend verläuft die Route durch die naturnahe Siegendorfer Puszta nach Klingenbach an der ungarischen Grenze.

Weiter geht es in den Naturpark Rosalia-Kogelberg mit seinen Hügeln, Streuobstwiesen und Weingärten. Sehenswert sind das Paulinerkloster in Baumgarten („Ödes Kloster“) mit seiner denkmalgeschützten Winterlinde sowie die historische Schuhmühle in Schattendorf mit Ausstellung und Mühlenladen.

Über Ungarn (Ágfalva, Sopron, Harka) führt die Strecke zurück ins Blaufränkischland. Ein Abstecher nach Neckenmarkt lohnt sich – hier informiert das Fahnenschwinger- und Weinbaumuseum über die lokale Tradition, die von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde.

Ziel der Etappe ist Deutschkreutz, die größte Weinbaugemeinde im Blaufränkischland. Neben zahlreichen Weingütern erwarten Besucher:innen kulturelle Highlights wie das Carl Goldmark Museum, die Lehmden Kirche und Schloss Deutschkreutz.

Etappe 2: Deutschkreutz – Klostermarienberg/Köszeg (50 km)

Von Deutschkreutz führt die Route vorbei an renommierten Weinrieden wie Goldberg, Fabian und Hochberg über Kleinwarasdorf und Kroatisch Minihof nach Lutzmannsburg. Die traditionsreiche Weinbaugemeinde ist vor allem durch die Sonnentherme Lutzmannsburg bekannt – Österreichs größte Kinder- und Familientherme mit zahlreichen Rutschen, 5D-Unterwasserkino und großem Außenbereich.

Entlang der Rabnitz verläuft die Strecke über Strebersdorf und Frankenau bis nach Klostermarienberg an der ungarischen Grenze. Das Ortsbild wird vom imposanten Zisterzienserkloster Marienberg geprägt; rund um das Kloster findet jährlich am 26. Oktober das beliebte Kastanienfest statt.

Nach einem weiteren Grenzübertritt führt die Etappe über Ólmod (Bleigraben) bis ins ungarische Köszeg (Güns).

Etappe 3: Klostermarienberg/Köszeg – Heiligenkreuz im Lafnitztal (79 km)

Von Kőszeg führt die Route auf ruhigen Landstraßen durch ungarische Dörfer wie Bozsok und Narda mit seiner Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert. Nach einem Grenzübertritt erreichen Sie Schandorf, wo das größte Hügelgräberfeld Mitteleuropas mit 285 Grabhügeln an die eisenzeitliche Geschichte der Region erinnert.

Weiter geht es vorbei am Badesee Burg über die Pinka zum Eisenberg. Von der Aussichtsplattform „Weinblick“ genießen Sie ein weites Panorama; eine Vinothek lädt zur Verkostung regionaler Rotweine ein. Über Höll und Bildein (mit Geschichte(n)haus, Grenzerfahrungsweg und WeinKulturHaus) führt die Strecke nach Eberau mit seinem sehenswerten Wasserschloss.

Entlang der Pinkataler Weinstraße passieren Sie Maria Weinberg, Gaas und Moschendorf mit Weinmuseum und Vinothek. In Heiligenbrunn beeindruckt das historische Kellerviertel mit strohgedeckten Weinkellern – hier dreht sich alles um den berühmten Uhudler.

Über Güssing mit seiner markanten Burg auf dem Basaltfelsen, Kleinmürbisch und Inzenhof (Abstecher zur St. Emmerichskirche möglich) gelangen Sie schließlich über den Steinerberg nach Heiligenkreuz im Lafnitztal.

Etappe 4:  Heiligenkreuz im Lafnitztal – Bad Radkersburg (55 km)

Die Route führt durch das Industriegebiet nach St. Gotthard (Ungarn), wo beim Zusammenfluss von Lafnitz und Raab beide Flüsse überquert werden. Weiter geht es nach Mogersdorf, historisch bekannt durch die Schlacht am Schlösslberg (1664), bei der eine osmanische Streitmacht besiegt wurde.

Nach Weichselbaum lohnt sich ein Stopp im Künstlerdorf Neumarkt an der Raab mit strohgedeckten Bauernhäusern, Dorfgalerie, historischer Ölmühle und dem ältesten Kino des Burgenlandes. In St. Martin an der Raab prägt die spätbarocke Pfarrkirche das Ortsbild; das Römermuseum gibt Einblick in die antike Geschichte der Region. Entlang des Doiberbachs erreichen Sie Windisch-Minihof mit der sehenswerten Jostmühle. Ein Abstecher zum Dreiländereck Österreich–Ungarn–Slowenien bietet sich ebenfalls an.

Kurz nach Minihof-Liebau verlässt der Furmint Trail Österreich und führt durch die hügelige, waldreiche Region Goričko im Nordosten Sloweniens. Das Gebiet, einst von Abwanderung und Reblausplage geprägt, ist heute Teil des grenzüberschreitenden Naturparks Raab–Őrség–Goričko.

Über kleine Orte wie Kuzma, Gornji und Dolnji Slaveči sowie Ropoča kehrt die Route bei Zelting nach Österreich zurück. Ziel ist die historische Kleinstadt Bad Radkersburg mit ihrem gut erhaltenen Altstadtkern, engen Gassen und dem beeindruckenden Renaissance-Arkadenhof des Palais Herberstorff.

Etappe 5: Bad Radkersburg – Ljutomer – Jeruzalem (43 km)

Von Bad Radkersburg führt der Furmint Trail in den Radkersburger Winkel nach Sicheldorf und weiter nach Slowenien bis Murski Petrovci. In Radenci, bekannt für das Mineralwasser „Radenska“ und seine Thermalquellen, bietet sich eine erste Rast an.

Durch die sanften Hügel der Region Pomurska geht es weiter nach Ljutomer, einem Zentrum der slowenischen Pferdezucht und Weinkultur. Der barocke Hauptplatz, Museen und traditionelle Weinkeller prägen das Stadtbild.

Den Höhepunkt bildet die Fahrt nach Jeruzalem: Der malerische Weinort auf einer Hügelkuppe beeindruckt mit weitem Panoramablick über die Weingärten. Die Region ist berühmt für ihre hochwertigen Weißweine, darunter edelsüße Prädikatsweine und insbesondere Šipon – die slowenische Variante des Furmints. Zahlreiche Buschenschenken und Vinotheken laden zum genussvollen Abschluss der Etappe ein.

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